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Nachrichten


PM Diana Golze 21/03/2013

"Frauen müssen auch im Jahr 2013 immer noch 58 Tage länger arbeiten, um das zu verdienen, was ein Mann in einem Kalenderjahr an Gehalt bekommt", so Diana Golze, anlässlich des diesjährigen "Equal Pay Days unter dem Motto ,Viel Dienst - wenig Verdienst', Lohnfindung in Gesundheitsberufen.

"Vor allem in der Gesundheitsbranche sieht es für viele Frauen katastrophal aus: Sie verdienen 23,4 Prozent weniger als ihre männlichen Kollegen. Darüber hinaus gehört das Gesundheitswesen zu den fünf Branchen mit den meisten weiblichen Beschäftigten im Niedriglohnsektor. Im Vergleich zum Jahr 2000 ist die Zahl der ausschließlich geringfügig Beschäftigten bei Frauen um 59.000, das sind satte 33 Prozent, gestiegen.

Der Gesundheitsbereich ist keine Ausnahme. Ungleiche Entlohnung von Frauen und Männern in allen Bereichen unserer Gesellschaft wiederzufinden. Solange Berufsunterbrechungen vor allem nach der Geburt der Kinder für Frauen negativ wirken und fehlende Ganztagsbetreuungsplätze für Klein- aber auch Schulkinder fehlen und so die Rückkehrmöglichkeiten für Frauen in den Beruf von der Politik erschwert werden, wird diese Ungleichheit wohl kaum geringer werden! Das Festhalten am überholten Ehegattensplitting und die Einführung des Betreuungsgeldes als zusätzliche Erwerbstätigkeitsbremse vorrangig für Frauen machen deutlich, dass diese Bundesregierung die Rollenbilder des vergangenen Jahrtausends nicht überwinden kann und nicht überwinden will. DIE LINKE fordert eine Politik für Frauen und für Familien, die diese bremsenden Strukturen abschafft.  Wir brauchen eine moderne Familienpolitik, die sich an den Bedürfnissen der Familien orientiert und eine Gleichstellungspolitik, die die Erwerbstätigkeit von Frauen nicht nur als notwendig, sondern vor allem als normal betrachtet und diese fördert und nicht zusätzlich blockiert!"